Ich freue mich sehr, wenn ich auch im Jahr 2014 häufig auf Touren gehen kann, allermeistens (aber nicht ganz immer) wird es wieder am Mittwoch sein.
Joggen musste ich im letzten Jahr weglassen, Langlauf gefällt mir gar nicht.

Es bleiben aber Wandern, Rennvelo, Biken, Schneeschuhlaufen und neu einfach Fototouren. Ich habe vermehrt Freude gefunden an schönen (Foto)Stimmungen, meistens bin ich aber nur mit meiner kleinen Kompaktkamera unterwegs.

Mittlerweile ist die Liste meiner Touren auf über 100 angewachsen. Da wäre es jammerschade, wenn Google diesen Blog-Dienst einmal abstellen sollte (und irgendeinmal, früher oder später, wird das der Fall sein). Darum habe ich begonnen, alle Berichte in Fotobücher zu kopieren, jeweils 1 Buch pro 3 Monate. Das ist zwar ein enormer Aufwand, aber ich denke das lohnt sich.
Natürlich sind die Bücher eigentlich nur für mich wertvoll, aber bei Interesse könnten sie auch von anderen Personen bestellt werden - mir unbekannte Personen müssten sich dafür einfach in einem kurzen Kommentar melden.

Alle Berichte der früheren Jahre sind zu finden unter:

Jahr 2013: mittwochstouren13.blogspot.com

Jahr 2012: mittwochstouren.blogspot.com

Alfred Lehmann

Mittwoch, 20. August 2014

17.8.2014 Wanderung Lenk - Rawilpass - Lac de Tseusier

Wer mir nahe steht weiss, dass ich diese Woche überhaupt keine Zeit habe für eine Mittwochstour.
Sonja hat am Freitag ihre Hochzeitsfeier!
Eben auf der Hohlinde...   Bild von dort siehe Blog der letzten Woche.

Dafür habe ich am Wochenende eine schöne Wanderung über den Rawilpass gemacht.

Auf der Iffigenalp ist um 9.30 erst grad die Sonne aufgegangen.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass man von der Iffigenalp auf gutem Weg durch diese steile Felswand hochkommt.



Weiter oben ist die Sonne noch etwas später dran:









Etwa auf halber Höhe sieht man ein letztes Mal hinunter zur Iffigenalp und in die Lenk:



Kurz vor dem Pass....  :


... und gleich dahinter kommt die schöne Hochebene, für die sich diese Wanderung immer lohnt:











Hinten der Rohrbachstein, den man im Bernbiet von überall her gut sieht.

Da war ich vor Jahren einmal mit Jörg oben - zuoberst war das für meine Verhältnisse an der Grenze.


Kleiner Bergsee auf der Plan des Roses.




Den Apollofalter muss ich immer fotografieren, wenn ich einen sehe. Sie halten zum Glück immer etwas still für meine Bilder, im Gegensatz zu anderen, denen ich oft erfolglos nachrenne (es hätte da oben noch andere gehabt). 



Dann kommt auch schon der Lac de Tseusier in Sicht, ein Stausee.


Hier kommt mir immer die alte Geschichte vor mehr als 30 Jahren in den Sinn:
Wir kamen ebenfalls vom Rawilpass runter, als uns am See ein VW Käfer mit deutscher Nummer entgegenkam.
Der Fahrer schaute etwas ungläubig zum Fenster heraus auf die Wand vor ihm und fragte uns, ob es da wirklich nach Interlaken gehe...


Er hatte ein Karte vor sich, auf welcher der damals geplante Rawiltunnel gestrichelt eingezeichnet war...
Ich musste ihm dann besser den Weg über die Grimsel oder allenfalls durch den Lötschberg erklären - kleiner Umweg halt.


Spätestens hier hätte der Käfer seine liebe Mühe gehabt.

Vom Stausee geht nur 1 Postauto täglich um 17 Uhr ins Tal.
Ich bin noch 3 Stunden zu früh und beschliesse darum, noch etwas talwärts weiterzuwandern in der Hoffnung, noch ein paar Schmetterlinge oder Blumen zu finden.

Doch es hat sich nicht gelohnt.

Der Weg führt steil eine Schlucht hinunter, viel im Schatten und durch den Wald.
Er ist auch kaum begangen und ich hoffe bei diesem Anblick, dass er nicht noch von den Unwettern der letzten Woche verschüttet ist:



Als ich dann aber Bike-Bremsspuren sehe, bin ich erleichtert. Wenn man da mit dem Bike herunterfährt, dann schaffe ich es zu Fuss auch.

Weiter unten muss ich noch lange auf der Strasse marschieren, auf der dann bald das 17 Uhr-Postauto daherkommen sollte.
Ich bin ziemlich frustriert - hebe nur einmal den Daumen und schon hält gleich das erste Auto an!
Aelterer Mann alleine mit Wanderstöcken und Fotoapparat, müde aussehend, den kann man schon einladen.....


Donnerstag, 14. August 2014

14.8.2014 Fototour am Amsoldingersee und Uebeschisee

Anstelle der geplanten Tour auf Stockhorn mache ich bei der zeitweise dichten Wolkendecke eine kürzere Fototour an den Amsoldingersee und Uebeschisee.


Die Kirche von Amsoldingen ist sehr alt, ursprünglich etwa aus dem Jahr 1000.
Später wurde das Kirchenschiff um 1200 wieder aufgebaut und der Kirchturm ums Jahr 1400 angefügt.



An den Bächen und Wiesen um die beiden Seen hat es allerlei Getier:




Man kommt nirgends ganz ans Seeufer ran. Ich stapfe zwar etwas durch Unterholz und Sumpfgebiet, aber ich will mich ja auch nicht mit Mme de Meuron resp. ihren Nachkommen anlegen.
Das Schloss Amsoldingen mitsamt des ganzen Sees gehörte ihr einmal, sie ist 1980 fast Hundertjährig verstorben.
Sie verkörperte als wohl letzte die alte Berner Aristokratie.
Ich erinnere mich, sie in der Jugendzeit auch mal in Bern gesehen zu haben mit ihrem grossen Hut, dem Hörrohr und den Windhunden daneben.

Die beiden bekanntesten Müsterchen von ihr erklären ihr ganzes Denken, ihre Welt:
"Syt Dich öppech, odech nämet Dich Lohn?"
"I wohne Junkechegass 6-12, u ds Schloss Chümlige ghöcht ou no mich."



Der Aussichtspunkt Hohlinde in der Nähe mit Aussicht auf den Amsoldingersee und den Thunersee:



Das wäre doch auch mal ein schöner Ort z.B. für eine Hochzeitsfeier unter freiem Himmel, mit Aussicht..


Der Uebeschisee, ebenso verträumt.







Ein andermal, bei schönerem Wetter, mache ich wieder eine längere Tour.

Donnerstag, 7. August 2014

6.8.2014 Mit dem Bike: Saxon - Col de Forcle/Six Armailles - Martigny

Ich habe seit kurzem eine sehr grosse Karte aufgehängt (4x200'000er) und darauf alle meine bisher rund 130 Touren eingezeichnet.
Das sind lauter gute Erinnerungen!




Heute mache ich die blaue 8-er Velotour.













Der erste Anstieg nach Fully ist mit bis zu 20% nichts (mehr) für mich zum Fahren.
Zu Fuss das Bike schiebend habe ich Zeit, nach den ersten Fotosujets Ausschau zu halten.
Nicht unerwartet ist es ein schöner roter Schmetterling, den ich nicht kenne und den ich verfolgen muss.

Am Boden ist er dann wenig spektakulär:


In meinem Buch zu Hause finde ich, dass das ein Wegrichbär sein muss, eine der wenigen tagsüber fliegenden Arten aus der Gruppe der Bärenspinner, die eigentlich zu den Nachtfaltern gehören.

Eigentlich möchte ich ja das schöne Rot im Flug fotografieren, aber das ist schwierig.
Ich versuche, ihn mit dem Finger aufzuscheuchen und gleich beim Abflug ein Bild zu machen.





Aber ER ist dafür viel zu langsam, er reagiert nämlich nicht auf meinen Finger -  und beim nächsten Bild ist er schon weg..   :)









In der nächsten Stunde finde ich weitere schöne Schmetterlinge:


Dies ist gemäss meinem Buch ein Mauerfuchs.





Für diese paar Bilder habe ich unzählige Male mein Bike weggeschmissen und habe schnell den Föteler in Position gebracht - meistens zu spät und erfolglos.

So komme ich natürlich nur ganz langsam voran.
Aber das macht gar nichts!
Die Zeiten sind vorbei, als das Stundenmittel am Ende einer Tour für mich eine Bedeutung hatte.
Darum mache ich auch bei den Rennvelo-Ausflügen meiner Kollegen jeweils am Sonntag Morgen nicht mehr mit. Auf diesen Touren im Grupetto mit Windschattenfahren ist am Schluss der km/h-Schnitt das Mass der Dinge. Da will und kann ich nicht mehr mitmachen.
Aber gemach! Meine Kollegen werden auch nur älter - und in Bezug auf die Bedeutung des gefahrenen Stundenmittels hoffentlich auch noch etwas weiser...    :)

Dies ist eine richtige Walliser Schmetterlingsmatte:




Dieser hier ist nicht etwa speziell zutraulich. Nach kurzem mehr oder weniger abverheitem Flug marschiert er einfach geradeaus, auch auf meine Hand.



Knapp die Hälfte der Höhe ist geschafft und ich verlasse hier das Rhone-Haupttal:



Gegenüber: Ovronnaz.
Wie gut, dass ich auf der diesseitigen Talseite bin!



Weiter oben: der Six Armaille kommt in  Sicht:



Beim Mittagessen um 14 Uhr: ein sattes Blau.




Nur noch wenige Meter bis zur Passhöhe!



Auch hier oben noch üppige Wiesen:



Hier ziehe ich meine Ellbogenschoner an (ich weiss schon warum ..), und dann geht's durch dieses grüne Tal die 1800 m wieder runter ins Rhonetal.



Unterwegs: die Hauswurz gefallen mir halt immer sehr, sie verdienen einen Fotohalt.




Ein Murmeli macht sich lautlos davon.



Und hier - ich weiss nicht ob ich von meinem Sturz auf diesem steilen Wiesenweg überhaupt berichten soll. Besser nicht allzu viel, wenn ich daran denke, wird das alles lesen kann.
Es hat mir nichts, oder fast nichts gemacht.


Weiter unten ist mein Zickzackweglein im Wald an mehreren Stellen durch diesen Geröllwall unterbrochen, darin ein (jetzt trockenes) Bachbett - hier haben sich in den letzten Regentagen grosse Wassermassen völlig ausserhalb jeglichen Bachbettes einfach senkrecht den Hang hinunter gewälzt.


Kurz vor dem Talboden: imposanter Weg.


Ich fahre noch der Rhone entlang nach Martigny zum Bahnhof.
Eine schöne, lange Tour geht zu Ende.

PS: Zu Hause, am Abend, hat dann die Wade doch ziemlich geschmerzt.